Der Hirnforscher Jan Scholz vom Oxford Centre for Functional Magnetic Resonance Imaging of the Brain fand heraus, dass durch ein tägliches halbstündiges Jonglier-Training die weiße Hirnsubstanz im Bereich des Parietallappens um gute 5 Prozent zunimmt.

Für die „Gedächtnistrainings-Studie“ in Nature Neuroscience (2009; doi:10.1038/nn.2412) wurden 24 junge Erwachsene über sechs Wochen lang vor dem Üben und danach untersucht.

Mit der diffusionsgewichteten Magnetresonanztomografie (DTI) stellte der Forscher fest, dass sich nach Abschluss des Trainings die weiße Hirnsubstanz des intraparietalen Sulcus erheblich vermehrt hat.

Dieser Bereich im Gehirn ist zuständig für die Koordination zwischen visueller Wahrnehmung und Motorik, also von Bewegung.

Es spielte dabei keine Rolle, ob einer der Probanden nach Abschluss der Studie das Jonglieren beherrschte oder nicht. Eine Erhöhung der Anzahl der Nervenzellen wurde alleine durch das intensive Training erreicht.

In wieweit sich diese Ergebnisse für die Behandlung neurologischer Patienten auswirkt, kann noch nicht gesagt werden. Das Nachweisverfahren durch DTI und die Erkenntnisse, was genau mit den Zellmembranen passiert, bedarf noch längerer klinischer Studien.